Jugendgruppe besucht die Wasserkuppe

Am 10. Februar versammelten sich eine Schar Jugendlicher am Flugplatz Koblenz-Winningen. Bis dato also für jedes Wochenende noch alles normal.

Um 16 Uhr fährt jedoch ein Kleinbus mit Gepäckanhänger vor und spätestens jetzt wird klar – die Jugendgruppe geht auf Reisen!
Kurz eingeladen und los ging die Reise in Richtung Wasserkuppe an der Rhön. Uns sollte ein spannendes und interessantes Wochenende bevorstehen.
Dank Dennis kamen wir gut an unserem Wunschort Poppenhausen an und kehrten in der Pizzeria Maro ein. Mit riesigen Portionen und reichlich Getränken wurde die Meute gesättigt und konnte so satt und glücklich in der Jugendherberge direkt an der Wasserkuppe ihre Betten beziehen.

Am nächsten Morgen ging es direkt los mit einem reichhaltigen Frühstück und der Vorfreude auf eine Werksbesichtigung. Denn wer es noch nicht weiß – wir haben ein Flugzeug bestellt und freuen uns schon wie bolle darauf! Eine ASK 21 soll es werden und wird demnächst im Schleicher Werk in Poppenhausen hergestellt – und das wollten wir uns doch mal genauer anschauen.
Seit 1927 baut die Alexander Schleicher GmbH & Co Flugzeuge in Poppenhausen an der Wasserkuppe – quasi dem Geburtsort der Segelflieger. Im Werk selber konnten wir von den Flächennegativen bis zur Endmontage alles genau betrachten und hatten einen fachkundigen Guide, der uns alles erklärt hat. Hier im Werk werden unter anderem die aus unserem Flugzeugpark bekannten Flugzeuge Ka6, K8, ASK13 und die ASW15 (und natürlich noch viele mehr…) gebaut. Mit ca. 100 Mitarbeitern fertigt die Firma im Jahr ca. 70 Flugzeuge mit allen Sonderwünschen der Kunden. Die Flugzeuge haben in ihrem Namen immer die Buchstaben AS für Alexander Schleicher und danach den Buchstaben des Konstrukteurs, wie zum Beispiel Rudolf Kaiser bei der ASK13. Die Nummer dahinter ist einfach fortlaufend für die Modelle, die bei Schleicher entwickelt wurden. Mehr könnt ihr unter folgender Adresse erfahren: https://www.alexander-schleicher.de. Die Besichtigung war so interessant und aufschlussreich, dass wir glatt das Mittagessen in der Jugendherberge verpassten, sodass die Pizzeria Maro uns netterweise mit einem kleinen Mittagssnack aushelfen konnte.

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Nachdem wir gestärkt waren und neugierig auf mehr Informationen ging es ins Deutsche Segelflugmuseum (Link: http://www.segelflugmuseum.de/ ). Das Museum liegt direkt auf dem „Berg der Segelflieger“, der Wasserkuppe.
Hier führte uns Frau Stengele durchs Museum und erzählte uns von den Anfängen, wie zum Beispiel mit der Blauen Maus oder der RRG – auch liebevoll „Hol´s der Teufel“ genannt – über die legendäre SG38 mit dem heute noch vor Ort ausgeübten Gummiseilstart, bis hin zur LS 1 einem der „neusten Segelflugzeuge“ im Museum. Wir fanden hier oder da ein Modell im Museum was bei uns noch froh und munter vor sich hin fliegt. „Solche Besucher haben wir auch nicht alle Tage!“ war ein Kommentar vom Museumspersonal.   Und schauten uns auch die Ausstellung von Modellflugzeugen an, welche im Museum ausgestellt sind.

Danach ging es – wie konnte es anders sein: zum Fliegerdenkmal!!

7Gruppenbild am Fliegerdenkmal

Die einen nahmen den direkten Weg – die anderen schauten sich noch die Sommerrodelbahn und die zurzeit noch aktive Skipiste an der Wasserkuppe an und kamen dann nach. Aber zur Geschichte der Wasserkuppe lest ihr hier mehr: http://www.segelflugmuseum.de/wasserkuppe_4131.html?psid=4craebttdmpejejmohpn41clo7

Am Abend hat unser Gast, Willi Bayer, uns eine Schulung in gewaltfreier Kommunikation gegeben und uns an lebhaften Beispielen erklärt, wie Kommunikation ablaufen kann. Keine Bewertung war das Stichwort des Abends, was den ein oder anderen auch noch nach der Schulung beschäftigte. Bei einem gemütlichen Beisammensein ließen wir so den erlebnisreichen Tag auf der Wasserkuppe ausklingen.

Am nächsten Morgen wurde in der zweiten Runde „gewaltfreie Kommunikation“ an einem Fluglehrer-Flugschüler-Gespräch aktiv gezeigt, wie gewaltfreie Kommunikation umgesetzt werden kann. Wir danken Willi nochmals herzlich für seine Arbeit und die guten Vorträge und hoffen, dass jeder etwas für sich mitnehmen konnte! Vielen Dank!!

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Danach machten wir noch einen kurzen Rodelausflug zum Fliegerdenkmal und dann ging es im Bus wieder Richtung Koblenz. Doch einen Zwischenstopp gab es noch:

Der Frankfurter Flughafen

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Bei einer XXL-Sunset Tour konnten wir hier ganz entspannt mit einem Bus über´s Vorfeld rollen und ein Flughafenmitarbeiter zeigte uns, was hier so hinter den Kulissen passiert. Verschiedene Starts und Landungen sahen wir so hautnah und bestaunte die logistische Meisterleistung vor Ort. Bei einer Frachtmaschine kam ein netter Pilot zum Bus, stellte sich kurz vor und erzählte uns, dass er nun nach Chicago fliegen würde. Mit einem Porsche im Gepäck – nicht schlecht ;-) Und wir lernten den Leitsatz der Frachtpiloten „Fracht motzt nicht und Fracht kotzt nicht“ – das lassen wir dann einfach mal unkommentiert so stehen.

Sichtlich müde und geschafft ging es danach in den Bus und heimwärts zu unserem Heimatflugplatz Koblenz-Winningen.

Es war ein super Wochenende mit vielen interessanten Erlebnissen und unvergesslichen Augenblicken!

Hier nochmal ein Dankeschön an Carsten und Jakob für die Organisation! An unseren Fahrer Dennis, der uns wohlbehalten hin und zurückgefahren hat, an Willi für die interessanten Vorträge und an alle die sonst noch zu diesem Wochenende beigetragen haben!

Wir freuen uns schon aufs nächste Mal!

Julia Jansen

Bilder: Carsten Büsch, Johannes Kohl, Julia Jansen

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